Ev.-luth. Nicolaigemeinde Herzberg

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Blickpunkt wird verteilt

Ab dem 14. September werden die Blickpunkte verteilt. Wir suchen immer wieder Austeiler/innen (aktuell: Kastanienplatz). Wer mithelfen möchte, wende sich an Beate Teuber

Blickpunkt 4/17 online

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Als mich vor ein paar Tagen eine gute Freundin fragte, was eigentlich „Trinitatis“ heiße und bedeute, dachte ich mir, das sei wieder einmal ein Wort unseres Glaubens (Glauwo), dass viele schon gehört haben, wobei es jedoch mit der Antwort der Frage oft zögerlich voran geht. Grund genug, um auch diesem Glauwo auf die Spur zu kommen.
„Trinitatis“ ist aus den lateinischen Worten „tri“ und „unitatis“ zusammengesetzt und bedeutet so viel wie „Drei in Einheit“. Theologisch meinen wir damit, die Dreieinigkeit, d. h. die Personen von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist in einem Wesen. (www.daskirchenjahr.de/trinitatismenu.php)
Wir sprechen hier von Trinität. Der Festtag, der schon seit mehr als 1000 Jahren begangen wird, heißt auch „Fest des Glaubensbekenntnisses“. Dabei dreht sich alles um das Geheimnis der göttlichen Dreifaltigkeit. Das Evangelium blickt an „Trinitatis“ auf den Neuanfang, der aus Gottes Geist kommt.
Liturgische Farbe ist an diesem Tag „Weiß“, da dieser Sonntag als Fest der Herrlichkeit Gottes gilt. Alle nachfolgenden Sonntage haben die Farbe „Grün“ als Farbe der aufgehenden Saat bzw. des Lebens. Das Dreieinigkeitsfest am ersten Sonntag nach Pfingsten wird auch goldener Sonntag genannt.
Bei der orthodoxen Kirche ist das Pfingstfest gleichzeitig das Dreifaltigkeitsfest und unser Trinitätsfest vom Zeitpunkt her ihr Allerheiligen. (de.wikipedia.org/wiki/trinitatis)
Also…wenn jetzt auch das Geheimnis um die Trinität nicht gelöst ist – meine gute Freundin fragte mich nämlich schließlich, ob wir drei Götter hätten, was ich natürlich verneinte – so wissen wir auf jeden Fall, dass dieses Fest einen ersten Abschluss im Kirchenjahr bildet. Danach beginnt die sogenannte „festlose Zeit“, obwohl ich sagen muss, dass dieser Name für die Zeit nach Trinitatis eigentlich nicht ganz zutrifft. Schließlich gibt es auch noch das Johannis- oder das Michaelisfest, und den Reformationstag, oder?
Jürgen Illgen