Ev.-luth. Nicolaigemeinde Herzberg

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Aus der Chronik der evangelischen Kirche zu Herzberg

1420 In der Burg (Schloß) Herzberg wird eine Kapelle erwähnt
1510 besteht in dem neuerbauten Schloß eine Hofkapelle


vor 1593 muß in Herzberg eine Nicolai-Kirche bestanden haben. Eine alte Überlieferung meldet:
daß die Pfarrländereien "vor Zeiten guten Theils an St. Nicolai gehört und wie Bartholomäikirche zustande kommen, dahin transferieret"
Diese Kirche wurde abgerissen, der Turm blieb bis 1595 stehen
1593 Bau der Bartholomäi- Kirche, ohne Turm, auf dem heutigen Postgelände nahe dem Vorwerk
1596 Einbau einer Orgel in die Bartholomäi-Kirche
1616 Bau eines neuen Turmes mit einer kleinen Holzkapelle auf dem damaligen Nicolaifriedhof
1654 an vermutlich entgegengesetzter Seite des Turmes wird eine längere Kirche gebaut. In ihr werden nur
Leichenpredigten gehalten. Sie trägt den Namen "Nicolai-" oder "Todtenkirche".
1687 die Bartholomäi-Kirche bekommt einen kleinen Turm
1729 wird der Turm der Nicolai-Kirche mit Schiefer neu gedeckt, weitere Turmrenovierungen waren 1772, 1841, 19001987. Dabei fand man in der Turmkapsel alte Dokumente
1741 wird die Bartholomäi-Kirche erneuert bis 1788 scheint die Schloßkapelle in Stand gehalten zu sein
1792 wird der Verkauf von grünen Vorhängen aus der Schloßkapelle erwähnt. Johannes Roscher 1624 - 1668 wird als letzte Hofprediger genannt.
ab 1795 ist Herzberg Sitz einer Superintendentur (vorher von 1566-1642 Generalsuperintendentur)
1828 Berichte künden von der Baufälligkeit Herzberger Kirchen
1830 es sind bereits Baupläne für den Neubau einer Kirche vorhanden
In den weiteren Jahren gibt es Verhandlungen über Finanzierungspläne und Beschaffung des benötigten Materials
1832 Kostenplan veranschlagt 22000 Taler für den Kirchenneubau nach dem Plan von Baurat Daniel Hellner
1834/35 wird die Nicolai-Kirche abgerissen, der Turm bleibt stehen
1840 muß auch die Bartholomäi-Kirche wegen drohender Einsturzgefahr abgetragen werden. Aus dem Material wird eine Notkapelle errichtet.
1841 Beginn des Neubaues einer Predigerkirche am alten Turm
1845 am 3. August Einweihung der neuen Nicolai-Kirche durch Superintendent Starcke
1852 der Hochaltar der Schloßkapelle wird für 8 Pfund Karpfen an die kath. Kirche nach Hilkerode verkauft
1861 Superintendent Haccius fertigt eine ausführliche Beschreibung unserer Kirche mit Altar, Kanzel, Orgel,
Sakralgegenstände, der Fürstengruft usw. an.
1893 der Kirchsaal wird eingebaut und dabei die Orgelempore vergrößert und die Orgel vorgezogen; Einweihung am 2. 10.1893; die Kirche bekommt eine Heizung mit 4 Öfen
1894 erfolgt eine gründliche Erneuerung und farbige Bemalung der Kirche und eine Ausschmückung des Innenraumes
1898 werden Kronleuchter mit Petroleumbeleuchtung angeschafft
1899 nach längerer Planung wird die ev. Schwesternstation eingerichtet
1905 Verkauf des Nicolaifriedhofs zum Bau der Nicolaischule
1913 Einbau von elektrischem Licht an die vorhandenen Kronleuchter
1917 Ablieferung einer Bronceglocke für Kriegszwecke
1921 Aufstellung der großen Gedächtnistafeln unter der Orgelempore für die Gefallenen des 1. Weltkrieges
1944 Beschädigung der Kirche durch Bombenabwurf in der Hauptstraße,
weitere Beschädigungen nach einem Bombentreffer zwischen Nicolai- Kirche und Nicolaischule
1947 ab März gibt es die Landeskirchliche Gemeinschaft in Herzberg
1955 nach Reparatur und Renovierung Wiedereinweihung am 4. Advent durch Landesbischof Dr. Lilje
1963/64 Bau der Christus-Kirche unter Superintendent Neumann;
Einweihung 23. 8. 1964 durch Landesbischof Dr. Lilje
1965 am 1. Januar wird die Christus-Kirche selbständige Gemeinde
1970/75 Bau der Räume der Landeskirchlichen Gemeinschaft in der Junkernstraße.
1979/80 Ausräumung und Renovierung des Kirchsaales
Benutzung wieder für Gottesdienste und durch kirchliche Gruppen