Ev.-luth. Nicolaigemeinde Herzberg

ÜBERRASCHEND - OFFEN - VIELFÄLTIG

Diakon Burkhard Brömme begleitet das Kwerbeat-Projekt der Ev. Jugend

Das Martin - Luther­ Haus in Herzberg hat eine große Bühne, Licht und Tontechnik. Und regelmäßig an jedem zweiten Freitag im Monat um 19 Uhr er­wacht diese Bühne zum Leben:


Dort wird im Rahmen des Projek­tes Kwerbeat jungen, kreativen Menschen ein Raum zum Üben und zum Experimentieren geboten. Dahinter steht die Evangelische Jugend im Kirchenkreis Harzer Land um Diakon Burkhard Brömme.
Es gibt Workshops für Bands und Schauspieler, außerdem zu den Themen Bühnentechnik, Video und Fotografie. "Wir verstehen uns als Kontakt- und Ideenbörse für Kreative", berichtet Brömme. "Wir möchten Musiker und Sänger die Möglichkeit geben, sich auszuprobieren, miteinander auszutauschen und erste Schritte auf der Bühne zu wagen. Dadurch kann jede und jeder Einzelne seinen persönlichen Stil entdecken, Neues erlernen und Gelerntes festigen. "
Das Projekt ist aus einer kleinen internen Jam - Runde gewachsen. Der harte Kern dieser Gruppe wollte anderen Musikern und Mu­sikinteressierten die Möglichkeit geben, sich anzuschließen. Die Runde ist seit den ersten Anläufen von fünf auf mehr als 20 Teilneh­mer gewachsen.
„Wer Lust hat, kommt vorbei“ Menschen, die singen oder ein In­strument spielen, sind bei den Kwerbeat- Sessions willkommen. „Auch Leute, die ihre ersten Schritte in Richtung Musik gehen wollen oder sich für Licht und Ton interessieren, können mitmachen und sich einbringen“, sagt Bröm­me. „Das Angebot ist ganz offen, wer Lust hat, kommt vorbei, gern auch nur zum Zuhören. Es gibt Zuckerwatte und Popcorn und etwas zu trinken.“ Dabei entdecken manche überhaupt erst ihre Begeisterung für das Musizieren“, berichtet er. „Eine Besucherin hatte gesagt, sie singe nur unter der Du­sche - am Ende stand sie auf der Bühne.“
Die Jamsessions im Martin­ Luther- Haus können mitunter bis spät in die Nacht dauern, wenn al­le genug Energie haben. „Jammen heißt ja, miteinander loslegen“ Dabei zeigen die Teilnehmer ganz unterschiedliche Begabungen und spielen die verschiedensten Instrumente: Von Blockflöte bis Bass sei alles dabei.
Der Diakon ist beeindruckt von der Kreativität und dem Können der Jugendlichen. „Einige könnten ganz alleine auf der Bühne stehen und ein Publikum begeistern. Das ist so faszinierend an meiner Arbeit: Ich erlebe junge Talente, die zum Beispiel eine tolle Stimme haben, aber sich selbst ihrer Begabung noch gar nicht bewusst sind. Wenn sie Bestätigung kriegen, le­gen sie los.“
Es sei geplant, das Projekt im kommenden Jahr noch auszuwei­ten: Ab 12. Februar geht es weiter. Für dieses Jahr hat die Gruppe sich vorgenommen, ihre Jam- Erfahrung mit Hilfe von Instrumenten -, Band- und Vocalcoaches zu verbessern. Außerdem planen sie für 2016 einen zweiten YouTube­ Kanal zum Experimentieren, auf dem nicht nur die Musik im Fokus steht, sondern sämtliche kreativen Projekte, die sich mit den doch begrenzten Mitteln umsetzen lassen.
Das Kwerbeat-Projekt umfasst auch Schauspiel. In Ko­operation mit den Schulen gestal­tet die Gruppe Musicals und Theaterstücke. „Wir haben die Theater-AG der Nicolaischule mit den musizierenden Jugendlichen zusammengebracht, sie üben zu­sammen ein Stück ein, dass dann im Martin - Luther- Haus aufgeführt wird“, kündigt Brömme an.
Im nächsten Jahr soll auch die Arbeit an einem Theaterstück mit dem Titel „Wo der Pfeffer wächst“ beginnen. „Es greift die Flücht­lingsproblematik auf und wir wol­len damit durch die Kindergärten ziehen. „
Als ein längerfristiges Ziel hat die Kwerbeat-Gruppe einen Auftritt beim Kirchenfest des Kir­chenkreises am 1. September 2017 in Osterode ins Auge gefasst. Brömme: „Da wollen wir die Büh­ne im Kurpark rocken.“
Martin Baumgartner/Harzkurier