Ev.-luth. Nicolaigemeinde Herzberg

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„Menschen sollen erleben, dass der christliche Glaube trägt“

Ulrike Schimmelpfeng aus Hameln startet im Februar ins Amt der Superintendentin für den Kirchenkreis Harzer Land. Es ist die Aufgabe einer Superintendentin, die Kirchengemeinden im Kirchenkreis zu unterstützen, die kirchliche Arbeit zu koordinieren und in gewissem Maß auch zu repräsentieren.

63024 01 Foto Ulrike SchimmelpfengUlrike Schimmelpfeng aus Hameln startet im Februar ins Amt der Superintendentin für den Kirchenkreis Harzer Land. Es ist die Aufgabe einer Superintendentin, die Kirchengemeinden im Kirchenkreis zu unterstützen, die kirchliche Arbeit zu koordinieren und in gewissem Maß auch zu repräsentieren. Ulrike Schimmelpfeng beschreibt: „Die Kirche im Harzer Land hat sich auf den Weg gemacht, auch Neues auszuprobieren, das finde ich interessant. Ich bin für diese Aufgabe gut vorbereitet und mir liegt daran, dass diese sogenannte mittlere Ebene die Arbeit in den Kirchengemeinden unterstützt und wertschätzt und dass gemeinsam ausgelotet wird, wie die Kirche in Zukunft angesichts sinkender Ressourcen am besten ihrem Auftrag nachkommen kann.“ Nun kann der Start kommen.

Mitte Januar hat bereits der Umzug von Hameln in die Superintendentur in Osterode begonnen. Und sie zog natürlich nicht alleine um – sondern mit ihrem Mann Uwe Rumberg-Schimmelpfeng, der zeitgleich seine neue Stelle als Pastor für die Kirchengemeinden Nienstedt/Förste und Eisdorf/Willensen antreten wird. Ulrike Schimmelpfeng ist Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und war seit 2018 bis Januar 2021 Pastorin an der Marktkirche St. Nicolai in Hameln und der St. Aegidienkirche Holtensen. Zuvor war sie von 2007 an stellvertretende Superintendentin im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf. Die Theologin hat unter anderem langjährige Erfahrungen als Gemeindeberaterin. Sie war zudem als Schulpastorin und im Vorstand des Diakonieverbands Hannover-Land tätig.

Auf die Frage, was sie an ihren ehemaligen Gemeinden vermissen wird, erklärt die neue Superintendentin: „Meine Zeit in Hameln war gewiss (zu) kurz und zugleich sehr interessant. Ich habe eine Innenstadtgemeinde kennengelernt, an der wunderschöne Kirchenmusik ihren Ort hat, wo es eine große Kantorei gibt, mit der ich zusammenarbeiten durfte bei Konzerten und Kantatengottesdiensten. Außerdem kommen, wenn man von Coronazeiten einmal absieht, sehr viele Menschen in die Marktkirche, schauen einfach mal so herein. Für diese Besucher*innen niedrigschwellige Angebote zu machen in Form von Ausstellungen und kleinen Mitmachaktionen, das hätte ich gern weiterverfolgt. Es ist einfach eine tolle Chance.“ Zugleich habe sie mit ihrer anderen halben Stelle eine dörfliche Gemeinde erlebt, in der einige junge Familien viel selbstständig aufbauen, das habe ihr viel Spaß gemacht. „Außerdem ist es hier im Weserbergland landschaftlich wunderschön, mal sehen, wie mir das Harzer Land gefällt.“ Nach den ersten Ausflügen im Harzer Winterwald sei sie aber auch hier sehr guter Dinge, bemerkt sie mit einem Augenzwinkern. 

Für ihre beiden ehemaligen Gemeinden wünscht sich Ulrike Schimmelpfeng, was sich alle wünschen: dass sie schnell wiederbesetzt werden. „Auch wenn ich glaube, dass sie gerade auf dem Dorf auch so manches selbst wuppen können. Und ich wünsche ihnen sehr, dass es ihnen gelingt, mit den jeweiligen Nachbargemeinden zu tragfähigen und fröhlichen Kooperationen zu kommen, denn bei schwindenden Ressourcen werden wir mehr und mehr fragen müssen: was können wir gemeinsam besser als allein – oder was können wir überhaupt nur noch gemeinsam?“ Und auch da gibt es Parallelen, denn diese Fragestellung wird sie wohl auch als Superintendentin im Harzer Land begleiten. Manche Pastorenstellen werden in den kommenden Jahren vielleicht nicht wiederbesetzt werden können. Dann heißt es, konstruktive Ideen zu finden, Synergien zu bündeln, regionaler zu werden und die bestmögliche Lösung in der jeweiligen Situation zu finden. Ihre persönlichen Ziele für den Kirchenkreis Harzer Land sind folgende: „Ich hoffe, dass es uns gelingt, auch dann, wenn wir weniger Geld haben und weniger Personen sind, eine fröhliche Kirche zu sein, in der Menschen erleben, dass der christliche Glaube trägt und wir mit der Arbeit an Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung gute Rezepte für die Zukunft unserer Welt haben.“ Und sie werde versuchen mit dazu beizutragen, dass Ehrenamtliche und beruflich Mitarbeitende gerne im Kirchenkreis Harzer Land arbeiten. Am Sonntag, dem 30. Mai, um 14 Uhr in der Schloßkirche in Osterode soll Ulrike Schimmelpfeng von der Regionalbischöfin Petra Bahr offiziell in ihr Amt eingeführt werden. Aufgrund der derzeitigen Corona-Bedingungen sind die Plätze sehr begrenzt und es können nur geladene Gäste teilnehmen. So ist zumindest der Plan – durch Corona kann sich ja immer etwas ändern. Deshalb wird darum gebeten, aktuelle Mitteilungen auf der Kirchenkreis Homepage www.kirche-harzer-land.de einzusehen. Es ist allerdings zusätzlich geplant, dass sich die Superintendentin auch in den Regionen des Kirchenkreises jeweils zeitnah in einem Gottesdienst vorstellen wird, auch noch einem weiteren in Osterode.

Mareike Spillner (Offentlichkeitsbeauftragte des Kirchenkreises Harzer Land)

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