Ev.-luth. Nicolaigemeinde Herzberg

ÜBERRASCHEND - OFFEN - VIELFÄLTIG

Weihnachtsbaum gesucht

Die Nicolaigemeinde sucht wieder einen Weihnachtsbaum für das Martin-Luther-Haus und für die Nicolaikirche.Fällen und Abtransport übernehmen die MitarbeiterInnen vom Friedhof.Bitte auf dem Friedhof melden, Telefon: 05521 / 4499.

Unterricht 2022

Nach den Weihnachtsferien beginnt der Haupt-Konfiunterricht am 11.01.22 um 17:00 im Martin-Luther-Haus. Die Vorkonfis kommen am 15.01.22 um 13:00 in das Gemeindehaus.

Ökumenischer Marktplatzgottesdienst fand hohe Resonanz

Bei einladendem Sonnenschein mit angenehmer Temperatur versammelten sich am Sonntag, den 27. Juni 2021 ungefähr 160 Gläubige zum erneuten ökumenischen Gottesdienst auf dem Marktplatz in Herzberg am Harz. 


Zum Auftakt sang der Chor 4Elation das „Hallelujah“ von Leonhard Cohen mit einem neuen, von Pastor Bergner verfassten Text, der sich auf die zurzeit entspannende Lockerungssituation in der Corona-Zeit bezog sich inhaltlich bei Gott dafür bedankte, dass man wieder singen könne.

Pastor Bergner meinte dazu in seiner Begrüßung: „Ich glaube, es ist wichtig, dass wir das tun, es tut der Seele gut zu singen und zusammen zu kommen und Gottesdienst zu feiern.“ Aufgrund der niedrigen Inzidenz war das Singen nämlich ohne Maske am Platz erlaubt.
Das Thema des Gottesdienstes waren - mit Bezug auf die Entbehrungen in den letzten 1,5 Jahren -  die „geplatzten Träume“ während der Coronapandemie. Die gemeinsame ökumenische Predigt,  die Frau Glahn-Jacobi aus der katholischen Gemeinde, Prediger Thomas von der Evangelischen Gemeinschaft, Frau Wolkenhauer aus der freikirchlichen Baptistengemeinde und Pastor Bergner aus unserer evangelisch-lutherischen Christusgemeinde gestalteten, beschäftigte sich auf ganz unterschiedliche Weise mit diesen Träumen. 
Frau Glahn-Jacobi berichtete von den Planungen, die zwischen der St. Josef Gemeinde und der Nicolaigemeinde entstanden waren hinsichtlich eines gemeinsamen Kirchenjubiläums im Jahr 2020. Es sollte ein verbindendes Zeichen gesetzt werden mit einem Netz von der St. Josef Gemeinde zur Nicolaigemeinde. Darüber hinaus hatte man ein konfessionsübergreifendes Fest mit vielen Einzelaktionen vorbereitet. Leider zerplatzten diese schönen Träume. Trotzdem gab es einen gemeinsamen Himmelfahrtsgottesdienst der Ökumene und Aktionen wie „Nicolai auf den Stufen“, die Mut machten und neue Träume entstehen ließen. 
Eher familiär ging es bei den zerplatzten Träumen von Prediger Thomas zu. Er erzählte von der Hochzeit seiner Tochter, die drohte zu zerplatzen. Umso dankbarer war er Gott, dass sie dann doch in kleinem Rahmen stattfinden konnte, sogar mit visueller Zuschalte. Frau Wolkenhauer von der Kreuzkirchengemeinde dagegen machte die zerplatzten Träume anhand einer Gleichnis-Geschichte deutlich, die von drei Bäumen handelte, welche sich für die Zukunft etwas Besonderes wünschten: Baum 1 wünschte sich, dass aus seinem Holz eine wunderschöne Schatzkiste gemacht werde. Es sollte die schönste der Welt sein. Baum 2 hatte den Wunsch, dass aus ihm ein gewaltiges Schiff gebaut werde. Dieses sollte im Dienst mächtiger Könige stehen. Und der dritte Baum träumte davon, solch ein großer Baum zu werden, dass die Menschen, wenn sie an ihm hoch sehen würden, den Himmel erblicken könnten und an den Schöpfer aller Dinge denken würden. Nachdem drei Holzfäller die Bäume jeweils fällten, zerplatzten allerdings beim ersten Eindruck deren Träume. Baum 1 wird zur Futterkrippe verarbeitet, Baum 2 zum Fischerboot und Baum 3 wurde vorerst nur in ein Holzlager gelegt. Als ihre Träume schon fast vergessen waren, ereignete sich aber folgendes: Baum 1 wurde zu Jesu Futterkrippe in Bethlehem, Baum 2 zu dem Fischerboot, in dem Jesus einen todbringenden Sturm besänftigt und Baum 3 zu dem Symbol überhaupt: das Kreuz, an dem Jesus für uns starb. Somit gingen die Träume, die zerplatzt schienen, doch noch alle in Erfüllung. Frau Wolkenhauer endete mit den Worten: „Jedes Mal wenn die Menschen das Kreuz anschauen, erinnern sie sich daran, wie sehr Gott die Menschen liebt. Und das ist besser, als die schönste Schatzkiste, das stolzeste Schiff oder der größte Baum der Welt zu sein.“
Am Schluss der Predigt wies Pastor Bergner darauf hin, dass sich Träume verändern können und dass heute noch nicht ausgemacht sei, wie wir am Ende auf Corona schauen werden. Gott habe uns nicht dazu berufen, dass wir mit Untergangsfantasien die Ängste stärken, sondern dass wir Hoffnungsträger seien und unseren Glauben in die Welt tragen.
Der Friedensgruß und der Segen kam in diesem Gottesdienst von Pater Paul aus der katholischen Gemeinde.
Der Chor 4Elation sang noch die Lieder „Vertraut den neuen Wegen“ und „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“. Dafür gab es viel Beifall.
Weitere musikalische Unterstützung für den Gemeindegesang gab es vom Blasinstrumente-Trio Uli Kohlrusch, Claudia Rettstedt und Thomas Beck. Herzlicher Dank geht an alle Beteiligten, die an der Organisation und am Auf- und Abbau der Stühle und der Sprechanlage mitwirkten. Nicht zuletzt auch durch diese Ehrenamtlichen konnte der Gottesdienst eine runde Sache werden!

Jürgen Illgen

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